Wissen · Nutzerfrage

Warum die „unveränderlich“-Einstellung im Logbuch entfernt wurde

iOS

Ja, diese Einstellung gibt es tatsächlich nicht mehr. Hier erkläre ich dir die Hintergründe zu dieser Entscheidung und was rechtlich in DE, AT und CH tatsächlich gilt.

Erstellt: 16.09.2026 · Aktualisiert: September 2026

Porträt von Florian Kriesche

Von ENTWICKLER DER LOGBUCH-APP

Ich starte gerade in einen neuen Törn und finde die „unveränderlich“ Einstellung nicht mehr, die ich einstellen wollte, damit mir bei Vorkommnissen nicht eine nachträgliche Veränderung vorgeworfen werden kann. Auf der Website habe ich dazu erstmal keine Info gefunden. Hast du das in der App geändert?

Timo · Per Signal

1. Warum ich die Funktion entfernt habe

Ja, ich habe diese Funktion tatsächlich herausgenommen, weil sie für eine automatische Erstellung nicht sinnvoll funktioniert hat. Wenn du einen kleinen Fehler gemacht oder einmal etwas vergessen hast, konntest du das nie mehr korrigieren. Das Ergebnis wäre ein Logbuch, dessen Statistik kaputt und inhaltlich zudem falsch ist.

Außerdem ist es durchaus erlaubt, einen Eintrag rückwirkend zu einem Vorfall zu dokumentieren, also zum Beispiel eine Stunde später. Auch das ging in der App mit der alten Einstellung dann nicht mehr.

2. Rechtliche Lage in DE, AT und CH

Es gibt keine gesetzliche Regelung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die von einer Unveränderbarkeit des Mediums spricht. Es gibt lediglich Regelungen, dass die Person, die das Logbuch führt, nichts löschen darf. Das betrifft ein Papierlogbuch aber genauso wie ein digitales.

Mehr dazu habe ich in einem eigenen Artikel geschrieben: Rechtliches zum Logbuch. Dort steht auch, dass du vermutlich gar kein Logbuch führen müsstest.

3. Was das in der Praxis bedeutet

Abgesehen davon hat dich diese Einschränkung in der App zwar früher daran gehindert, Einträge direkt in der App zu ändern, aber nicht daran, das exportierte Format wie CSV, PDF oder GPX vor einer theoretischen Übergabe trotzdem zu manipulieren.

Zudem ist meine Meinung, dass es nicht leicht sein wird, nachträglich Manipulationen vorzunehmen, die inhaltlich wirklich sinnvoll sind. In den BSU-Untersuchungen, die ich gelesen habe, wird in der Sportschifffahrt darauf geprüft, wie gut die Seemannschaft umgesetzt wurde. Das fälschst man nachträglich nicht so leicht für einen ganzen Törn, ohne dass es Fragen aufwirft.